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Das Mädchenheim von Bujumbura Im April 2005 haben wir am Stadtrand von Bujumbura ein Mädchenheim gegründet, in dem inzwischen 22 junge Frauen gemeinsam mit ihren Babys leben. Eigentlich sind es Kinder mit Kindern, die dort ein sicheres Zuhause gefunden haben, denn die jungen Mütter sind erst zwischen 14 und 19 Jahre alt. Bevor sie Zuflucht in dem Haus fanden, lebten die Mädchen mit ihren Babys allesamt auf der Straße. Sie alle haben Schreckliches hinter sich, die meisten wurden Opfer sexueller Gewalt und dadurch schwanger. Einige von ihnen wurden von Rebellen geraubt und dienten als Kindersoldatinnen den Befehlshabern als Ersatzfrauen. Das Heim ist für seine Bewohnerinnen demnach viel mehr als nur ein Dach über den Kopf, es ist Schutzraum und Ort der Neuorientierung zugleich. Die Mädchen bekommen neben medizinischer Versorgung und Essen auch die Möglichkeit, zur Schule zu gehen oder eine Ausbildung zur Schneiderin zu machen. Drei der jungen Frauen sind zurück an eine staatliche Schule gegangen, zwei weiteren hat der Verein einen Kleinkredit gewährt. Ziel ist es, den Mädchen und ihren Kindern eine Lebensperspektive zu verschaffen und sie auf ihrem Weg zur Selbstständigkeit zu unterstützen, damit sie irgendwann auf eigenen Füßen stehen können. |